Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Mitglieder,
im Namen des 1.FC Creussen möchte ich Sie zu unserer diesjährigen Weihnachtsfeier sehr herzlich begrüssen.
Besonders begrüsse ich unsere 2. Bürgermeisterin, Fr. Marianne Abel, unseren 3. Bürgermeister, H. Hans Schirmer, sowie unsere Stadträte, Fr. Renate van de Gabel-Rüppel, Monika Busch und Bernhard Ohlraun.
Auch den Vertreter der Presse, H. Schwemmer, möchte ich herzlich willkommen heissen.
Begrüssen möchte ich unsere langjährigen Mitglieder die wir heute besonders ehren und auszeichnen wollen. Ohne Ihre Treue zum Verein könnte ein Verein nicht vernünftig geführt werden.
Wir feiern heute unser FC-Weihnachtsfest und im Gegensatz zum letzten Jahr ist es zu warm und zu stürmisch. Es regnet und eine Änderung ist nicht in Sicht.
Diese äusseren Eindrücke verhindern, dass wir uns auf die vorweihnachtliche Zeit einstimmen, da wir im Unterbewusstsein
Weihnachten mit einer weissen Weihnacht in Verbindung bringen. Die Besuche bei den diversen Weihnachtsmärkten mit Glühwein,
Lebkuchen und Christbaumschmuck haben ein ganz anderes Feeling, wenn alles wunderschön weiss ist. Das ist bisher nicht so,
hoffen wir, dass sich das bald ändert.
Die Vorfreude, dass wir mit den nächsten Angehörigen und Freunden gemeinsam miteinander die Zeit verleben können,
steigt jedenfalls durch eine weisse Natur.
In der heutigen Zeit, in der Feste nicht mehr so gefeiert werden, wie sie fallen, wo immer mehr Menschen alleine leben, sollten die Feiertage eigentlich der beste Anlass sein, um einzuladen, sich zusammenzusetzen. Früher war das so. Da fiel das Weihnachtsessen selbst in den ärmsten Familien reichlicher und besser aus als im übrigen Jahr. Da wurde in den Wochen vorher geknausert und gespart, um an Weihnachten etwas Besonderes auftischen zu können. Es war für die Familie wichtig zusammenzusitzen und vor allem zusammenfeiern zu können.
So eine gemeinsame Zeit möchte ich heute mit Euch verbringen und ich freue mich sehr darauf.
Gleichzeitig ist es aber auch Zeit Resümee zu ziehen, und sich zu fragen, was ist denn alles passiert. Diesen Rückblick möchte ich ganz kurz auch für unseren 1.FC Creussen halten.
Wenn wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen, werden wir feststellen, dass beim 1.FC Creussen die sportliche Bilanz nicht so gut, im gesellschaftlichen Bereich aber recht ansprechend war.
Unsere 1. Fussballmannschaft ist durch unglückliche Umstände abgestiegen. In der laufenden Saison tat sich die Mannschaft zu Beginn schwer, hat sich aber wieder gefangen, auch Dank der enormen Arbeit unseres neuen Trainers Thomas Stock. Mittlerweile stehen wir auf einem sehr guten 11. Tabellenplatz mit 25 Punkten.
Die 2. Mannschaft haben wir gemeldet, obwohl uns bewusst war, dass es eine schwierige Saison werden würde. So kam es denn auch. Nach 2 durchgeführten und 2 abgesagten Spielen konnten wir auf Grund von Spielermangel keine Mannschaft mehr stellen und haben deshalb schweren Herzens eine Abmeldung durchgeführt.
Unsere Nachwuchsspieler sind eine tolle Verstärkung und für die Zuschauer ist der Identifikationsfaktor wesentlich höher, wenn er die Spieler von klein auf kennt und deren Werdegang verfolgen konnte. Dies drückt sich auch in den Zuschauerzahlen aus.
Die gleichen Schwierigkeiten hatten wir mit unseren Mädels. Hier mussten wir auf Grund des Alters eine Mannschaft bei den Damen anmelden und auch hier war nach wenigen Spielen keine spielfähige Mannschaft mehr aufzubieten.
Zur Zeit haben wir noch 5 Schüler- und Jugendmannschaften . Unsere Jugendmannschaften sind momentan nicht sehr erfolgreich. In den Punktrunden und auch den Hallenturnieren sind wir mit grossem Ehrgeiz dabei, bringen aber nur wenig zählbares zustande. Vor allem die C-Jugend ist auf Grund einer unglücklichen Ligaeinteilung Kanonenfutter für die anderen Mannschaften.
Die A- Jugend ist trotz aller Unkenrufen in der Bezirksliga verblieben und auch in dieser Saison spielen sie
besser als erwartet mit.
Die B-Jugend konnte trotz einer SG mit Kirchenlaibach nicht aufrechterhalten werden,
da die Jungs aus Kirchenlaibach nicht so zur Verfügung standen, wie es vereinbart war.
Bei den C-, E- und F-Jugenden ist es mittlerweile besser, so dass auch wieder Spiele gewonnen werden.
Wir haben auch in diesem Jahr wieder verschiedene Turniere ausgerichtet und weitere besucht, sowie eine Saisonabschlussfeier veranstaltet. Das vor vier Jahren begonnene Troll-Gedächtnis-Turnier wurde in diesem Jahr zu dritten mal in der Halle mit einem E- und F-Jugend-Turnier ausgerichtet. Wir waren gute Gastgeber und haben den Gästen die Siege überlassen.
Unser jährliches Kinderturnier im Frühjahr ist mittlerweile ein Renner geworden und wird von allen Teilnehmern gelobt.
Für diese, im Jugendbereich geleistete Arbeit, möchte ich unseren Betreuern und Trainern ganz herzlich danken.
Unsere 1. Kegelmannschaft, ist in der letzten Saison abgestiegen. In dieser Saison läuft es besser und wir stehen auf einem ausgezeichneten 2. Tabellenplatz. Auch die 2. Mannschaft spielt ganz gut mit.
Bei den Gymnastikfrauen, die sich jetzt Fitness für Jedermann nennen, den Volleyballfrauen, den Kindern aus dem Kinderturnen und den Basketballern wird nach wie vor mit viel Freude Sport betrieben.
Unsere Teilnahme am Bürgerfest ist mittlerweile ebenfalls eine gute Tradition geworden. Leider ist die Bewirtschaftung der Kellerbar einigen Creussener Bürgern ein Dorn im Auge, obwohl wir keinerlei Lärmbelästigungen verursacht haben.
Mit dem Essen- und Getränkestand am Weihnachtsmarkt, der Stadtmeisterschaft im Kegeln haben wir mitgeholfen, Abwechslung in den städtischen Veranstaltungskalender zu bringen.
Hier hat jeder Verein eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung, die wir aber gerne übernehmen.
An dieser Stelle möchte ich mich auch beim Förderkreis bedanken, der es auch in dieser wirtschaftlich
schwierigen Zeit zuwege gebracht hat, die grossen und kleinen Fussballer zu unterstützen und den FC Creussen zu
entlasten.
Ohne diese Unterstützung könnte manches nicht für die Mannschaften getan werden.
Ebenfalls einen grossen Dank an alle Helfer rund um den Sport, egal ob Platzwart, Kegelwart, Kassier, Trainer, Betreuer, Rot-Kreuz, Vorstand. Ohne Euere, oft im Verborgenen geleistete Arbeit, könnte so ein Verein wie unserer nicht am Laufengehalten werden.
Ein dickes Lob gilt ebenfalls den Organisatoren der heutigen Weihnachtsfeier und hier vor allen
denjenigen, die wieder die Preise gesammelt haben.
Danken möchte ich ebenfalls den freigebigen Spendern, die dazu beigetragen haben, unsere Tombola mit wunderschönen
Preisen auszustatten. Sie ist auch dieses Jahr wieder äusserst reichhaltig und sehenswert.
Ein Dankeschön auch an unsere Pächter, der Familie Freiberger, die uns mittlerweile schon 12 Jahre betreuen.
Wenn wir an Weihnachten denken, fallen uns die verschiedenen Bilder und Begriffe ein, die wir mit dem Fest verbinden. Wir freuen uns über das, was durch Jesus Christus in unser Leben hineingekommen ist. Auch für Menschen, die mit dem Glauben wenig am Hut haben, ist Weihnachten das Fest der Liebe, des Friedens und der Freude. Und da wird sich dann in vielen Familien krampfhaft bemüht, wenigstens an diesen Tagen lieb zu einander zu sein, Frieden zu halten und sich über die Geschenke, die man eigentlich gar nicht braucht, Freude zu zeigen. An Weihnachten wird die Sehnsucht nach einer heilen Welt in den Menschen um uns herum sichtbar.
Wir können diese Sehnsucht nach Frieden und einer heilen Welt einigermassen befriedigen, was aber ist mit den
Brennpunkten auf unserer Welt. Das geht vom Reaktorunglück mit dem Tsunami in Fukushima, geht weiter zur aktuellen
Hungernot in Äthiopien, die katastrophale Überschwemmung in Thailand und weiter zu den Anschlägen in Norwegen.
Im Gegensatz dazu zu sehen sind 2 Hochzeiten, nämlich die von Kate Middleton und Prinz William
und Charlene Wittstock und Prinz Albert II, die ein Medienspektakel auslösten.
Sehr positiv sind auch die Machtwechsel in Ägypten, Tunesien und Algerien, hoffen wir, dass sich auch wirklich
die gemässigten Kräfte durchsetzen..
Alles hat zwei Seiten. Einmal geht es gut aus, einmal nicht. Einmal sind die Auswirkungen positiv, einmal negativ. Hoffen wir, dass sich im nächsten Jahr die Waage etwas mehr zum positiven bewegt, damit es für uns alle leichter fällt, die schlimmen Dinge im Leben zu verarbeiten, zu bewältigen.
Ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest, ein paar Tage Erholung mit genügend Zeit zum Ausruhen und Innehalten, zum Kräfte sammeln für das Jahr 2012.
Norbert Bauerfeind